Worte sind Leben …

26906688_1785666238174192_290438880_o

…und pure Magie, auch auf Deinem Weg. 

Einen ganz besonderen Wortzauber durfte ich am vergangenen Wochenende erleben.  Das Fernsehprogramm war grauenhaft und ich stöberte in unserer DVD Sammlung in der Hoffnung, wenigstens dort einen guten Film zu entdecken. Ich erinnerte mich an eine DVD, die bis dato unberührt im Regal stand. Etwas angestaubt und noch in der Originalverpackung fischte ich sie heraus und entschied, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt war,  „Die Bücherdiebin“ einzulegen…

sternenstaubUnd was für ein zauberhaftes Feuerwerk an Worten wurde mir als Wortmalerin präsentiert! Die Handlung des Films, der während des zweiten Weltkriegs in einem kleinen Dorf in Bayern spielt, lebt von der Begeisterung des Mädchens Liesel für Worte. Für Worte, die wunderbare Geschichten erzählen und sie in eine andere Welt entführen, weit weg von den furchtbaren Schicksalen, die sie und ihre Familie begleiten. Das Streben nach einem umfangreichen und außergewöhnlichen Buchstaben-Schatz und das Lesen von Büchern werden zu ihrem großen Ziel und einer einzigartigen Passion.

Gemeinsam mit ihrem Pflegevater perfektioniert sie flüssiges Lesen und korrektes Schreiben. Eine kalte nackte Mauer im Keller, die sie mit dem Erlernten beschriftet, verwandelt sie mittels Kreide und Schrift in ein umfangreiches Lexikon und Wörterbuch. Das regelmässige Eintauchen in die Welt der Geschichten lässt sie nicht nur den schrecklichen Erlebnissen in dieser Zeit entfliehen, im Vorlesen von Texten erkennt sie eine besondere Möglichkeit, Liebe weiterzugeben. „Wenn deine Augen sprechen könnten, was würden sie sagen“, fragt Max, der jüdische Junge, den die Familie im Keller vor den Nazis versteckt. Für ihn ist es zu gefährlich nach draussen zu gehen und so beginnt Liesel mit ihren eigenen Worten zu „malen“. 26540292_1767253320015484_1608394425_oSie beschreibt in wunderbaren Bildern, wie die Sonne scheint oder der erste Schnee fällt. Als Max schwer erkrankt, liest sie ihm stunden- und tagelang vor. Die Kraft ihrer Stimme und die Magie der Worte lassen ihn am Ende gesund werden. „Worte sind Leben…“, sagt er und Liesel setzt alles daran, sich trotz den schwierigen Umständen und der Not im Dorf, immer wieder Zugang zu neuen Büchern zu verschaffen. Dabei entdecken auch andere Protagonisten Gefühle, Emotionen und die Liebe neu. Die Handlung spitzt sich dramatisch zu, am Ende aber überlebt Liesel. Schwer verletzt zieht sie nach einem Bombenangriff eines ihrer Bücher aus dem Trümmerhaufen des Wohnhauses. Es ist das Symbol für die Unendlichkeit, die Geschichten mit und in sich tragen…

Die Kritiken und Meinungen nach der Veröffentlichung des Films sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Mich hat der Film sehr berührt. Und wenn ich daran denke, wie oft mir als Kind selbst bei harmlosen Krankheiten vorgelesen wurde, dann verbinde ich damit ein einzigartiges Gefühl von Liebe und Geborgenheit. Als Wortmalerin möchte ich diese Emotionen bei meinen Lesern immer wieder neu entfachen. Jeder sollte sich mindestens einmal im Leben auf eine gute Geschichte eingelassen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie selbst gelesen oder vorgelesen wird. Das Kopfkino öffnet dabei für jede Vorstellung seinen eigenen Vorhang…

Eure Wortmalerin

PS: Wer sich für das Buch interessiert, findet es im Original unter „The Book Thief . Es wurde von Markus Zusak geschrieben und erschien 2005 in Australien. Mittlerweile ist es in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Im März 2014 kam es als Film „Die Bücherdiebin“ bundesweit in die deutschen Kinos. Einen kurzen Trailer findet Ihr unterhttps://www.moviepilot.de/movies/die-buecherdiebin-the-book-thief

Kinder – Seelen dieser Welt…

Die Trommeln schlagen laut und hart… der lehmige Sandboden vibriert unter den regelmäßigen Rhythmen. Stampfende Füße der Männer und Frauen, die eng hintereinander im Kreis tanzen, begleiten die Lieder, die sie kraftvoll singen. Mit Einbruch der Nacht erklingt Musik, die jahrhundertelang von Generation zu Generation weitergegeben wird. Sie erzählt die Legenden des Stammes, die bis heute überliefert sind. In der Runde tanzend, die Körper mit glänzendem Öl eingerieben und kunstvoll mit Farben und Mustern bemalt, verlieren sich Individuen und verschmelzen zu einem Ring aus sich ineinander bewegenden Leibern. Immer schneller werden die Schläge auf die mit Tierhäuten bespannten Instrumente. Kehliger Gesang begleitet die Töne, die ihr Leben, ihre Geschichte und ihre Identität nicht nur über die Stimme zum Ausdruck bringt, sondern bis in den tiefsten Winkel der Seele spüren lässt.

Etwas abseits, im Schutz eines Holzschuppens kauert ein kleines Mädchen. Die dünnen Ärmchen fest um die angezogenen Knie geschlungen, blickt sie mit großen, beinahe tiefschwarzen Augen auf die sich vor ihr bewegende Menschenmenge. Alleine verfolgt sie nun das sich jährlich wiederholende Fest, das sie bis zu diesem Sommer über alles liebte. Seit einigen Monaten hatte sich alles verändert. Das unbeschwerte Leben, das sie in der Gemeinschaft ihrer großen Familie führte, nahm eine tragische Wendung als bei einem Ausflug von Touristen, den ihr Vater als Fährtensucher begleitete, der schreckliche Unfall passierte. Während die Gruppe ein Rudel Elefanten am Wasserloch beobachtete und einige der Fotografen zu nahe an ein Elefantenkalb herankamen, ging eine der Elefantenkühe zum Angriff über. Haileys Vater, der sich beschützend vor seine Gruppe stellte und sie mit langsamen Schritten zum Rückzug und damit in Sicherheit brachte, konnte sich selbst nicht mehr aus der Gefahrenzone retten. Riesige spitze Stoßzähne erfassten ihn und die Elefantenmutter schleuderte ihn über den holprigen Fahrweg. Den abseits geparkten Jeep erreichten die anderen Männer und Frauen im letzten Moment, das wütende Tier aber griff noch einmal an. Haileys Vater hatte keine Chance und starb noch an Ort und Stelle. Hailey zerbrach fast am Schmerz um den Verlust. Doch ein wunderbarer kleiner Glücksbringer wuchs ganz langsam in ihrer kleinen Seele heran und lernte sie, das Leben erneut zu lieben.

cropped-15168711_1260203217387166_7885429095701615125_o4.jpg

Sie öffnet im Feuerschein der Fackeln  ihre kleine, zu einer Faust geballte Hand. Etwas zerdrückt aber wunderbar flauschig liegt darin eine kleine Vogelfeder. Auf den ersten Blick zart und zerbrechlich wie sie selbst, war sie doch stark und offen für alle Entwicklungen im Leben. Es war ein Geschenk von einer jungen Frau aus Deutschland, die vor einigen Wochen ihre Schule besuchte. Sie erzählte, sie käme aus einem Land, wo im Winter kalte weiße Sterne vom Himmel fallen, die in der Hand schmelzen, wenn man versucht, sie aufzuheben. Schon nach wenigen Tagen verband sie eine innige Zuneigung. Sie entdeckten zusammen neu,wie schön die Welt doch war. Wie das Gefühl von Glück und Zufriedenheit wieder wachsen kann, wenn man miteinander lacht, spielt und auch ein bisschen Unfug treibt. Als wären sie zwei Seelenverwandte, die sich nach vielen Umwegen wieder entdeckt haben, verbrachten sie viele Tage und Wochen, in denen sie unzertrennlich waren. Als der Tag des Abschieds kam, schenkte sie Hailey die winzige Vogelfeder. Es war ein Andenken und gleichzeitig ein Symbol, wie weit zarte Flügel wie diese, ein Lebewesen tragen können, wenn die Zeit dazu gekommen ist. Es war auch ein Versprechen, dass durch Zuversicht weite Schwingen wie diese in eine neue Welt führen und den Horizont ein Stück weit nach hinten schieben.

Hailey beginnt zu lächeln. Sie steht auf, verlässt ihren Platz an der Hütte und mischt sich mit großen Schritten in die tanzende Menge. Getragen vom Klang der vertrauten Musik und der Nähe der Menschen spürt sie, wie sich ihr Körper aufrichtet. Sie nimmt die Schwingung der Trommeln vollkommen in sich auf und setzt ihre Schritte , einen nach dem anderen, weiter voran. Ihre Seele wird von nun an in einem Körper wohnen, der schwarz und weiß kennt, Gut und Böse, Licht und Schatten. Und es fühlt sich gut und richtig an.

 

Sonja Lehmann

 

 

 

Lust auf mehr mit Merits Geschichten

Mit seinen Leseabenden zieht „Bücher Johann“ Struck immer mehr Publikum an. Am 12. November las Rüdiger Lehmann, Autor und Journalist aus Rosenheim, aus seinem Roman „Merits Geschichten“. 

DSC_1724Viele Menschen erinnern sich in der jetzigen Jahreszeit wieder an ihre Kindheit. An Augenblicke, in denen die Familie gemeinsam zur Ruhe kam und das Erlebte des vergangenen Jahres Revue passieren ließ. Faszinierende Erzählungen wurden dabei von der Oma zum Enkel weitergegeben. Geschichten und Märchen ließen die Zuhörer eintauchen in fremde Welten und andere Lebensformen.

DSC_0004

Auch bei der Lesung von Rüdiger Lehmann lauschten literaturbegeisterte Zuhörer voller Spannung dem Autor des Romans „Merits Geschichten“. Dieser verstand es, vom ersten Augenblick an, mit Passagen seines Buches zu faszinieren, indem er die verschiedenen Protagonisten und deren Rolle im Roman an exotischen Schauplätzen zum Leben erweckte. Über mehrere Zeitebenen hinweg ließ die Lebensgeschichte der Hauptfigur Rosalie Marigeaux  den Abend wie im Flug verstreichen.

In der heutigen Zeit wird immer mehr beklagt, dass die Menschen nicht mehr lesen, nur schwer in ausdauernder Weise jemandem zuhören können und sich lieber mit kurzen Videoclips in You Tube beschäftigen. Aber der Abend zeigte, dass es noch Hoffnung gibt.

DSC_0003Der Initiator des Literaturevents Johann Struck und die Zuhörer nahmen dankbar die Gelegenheit im Anschluss wahr, noch mehr über den Roman, die Entstehungsgeschichte und die Beweggründe des Autors zu erfahren. DSC_0002Ungebrochene Lust auf ein spannendes Buch oder eine fesselnde Geschichte ist also nach wie vor Thema und nicht durch Hightech-Möglichkeiten völlig aus dem Leben verbannt.

Die Sehnsucht, einzutauchen in eine Phantasiewelt, die verzaubert und in fremde Länder entführt, lebt weiterhin in den Herzen vieler Menschen und – Gott sei Dank – in der Feder jener Art von Autoren, wie Rüdiger Lehmann es ist. „Merits Geschichten“ macht wieder Lust auf mehr… Auf mehr Zeit, die man mit sich und phantasievollen Erzählungen verbringt. Auf Zeit, die entführt, zur Ruhe, zur Ausgeglichenheit und vielleicht wieder zu sich selbst.

Sonja Lehmann

Glückswege

IMG_7764Kann Glück Wege gehen…? Und wenn ja, wohin führen sie ?…

Manchmal hört man Menschen sagen: „Da hast du aber einen glücklichen Weg gewählt, wie hast du den gefunden ?“  Aber gibt es denn eine Art Straßenkarte für das Glück ? Oder sogar ein Glücks-Navi ?

Ich glaube, dass Glück aus der Leidenschaft für etwas, entsteht. Gibt man sich ganz der Begeisterung für eine bestimmte Sache hin, verinnerlicht sie und lässt sich von nichts davon abbringen, dann konzentriert man sich nur auf dieses eine Thema. Damit schafft man es, einzigartig zu arbeiten oder einfach nur für diesen Moment zu leben. Dabei spielt es keine Rolle ob es eine Beschäftigung im Beruf, in der Freizeit oder bei einem Hobby ist. Die Ernsthaftigkeit und das Gewahrsein in diesem Moment allein zählt. Dort findet man tatsächlich Glück. Man muss es nur zulassen.

Wollen Sie nun ausprobieren, wie sich dieses Glück in Ihrem Tagesablauf entdecken lässt ? Dann erlauben Sie sich, Hilfe und Unterstützung bei bestimmten Abläufen anzunehmen. Somit sind Sie freier für jene Dinge, die Ihnen wirklich am Herzen liegen. Dabei spielt es keine Rolle ob es ein privates oder berufliches Feld betrifft.

Ich kann Ihnen an dieser Stelle ein Stückchen auf  der Suche nach dem Glücksweg weiterhelfen. Ich biete Ihnen an, für Sie über Ihre Arbeit, Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte zu schreiben. Mit emotionalen Texten können wir gemeinsam Ihre ganz persönliche Botschaft in Wort und Text vermitteln. Das lässt andere an Ihrem Leben teilhaben und leichter auf Sie zugehen.  Sie haben inzwischen die Ruhe und die Zeit, sich auf die eigentlich wichtigen Dinge zu konzentrieren und an der nächsten Kreuzung den Weg zu wählen, der für Sie das Glück bedeutet.

 

Sonja Lehmann 

 

 

zauberhaft und wortgewaltig…

Open book with glowing letters on concrete background Manche Menschen betrachten dieses Bild und schaudern…sie erinnern sich an Hausaufgaben und Aufsätze, die sie zu Schulzeiten regelrecht ins Schwitzen brachten. Sie verbinden Pflichten und Maßregelungen damit und verschwenden keinen Gedanken mehr daran, wie Worte ver- und bezaubern können.

Mich zieht dieses Foto regelrecht in Bann. Die ersten Gedanken sausen durch meinen Kopf. Einige stoppen, machen es sich schon mal gemütlich und warten bis sich weitere Inspirationen  hinzugesellen. Gemeinsam gelingt es dann, die r i ch t i g e n Worte zu finden, um ein bestimmtes Thema zu erfassen und einen ganzheitlichen Text zu erschaffen.

DIE Geschichte wird geboren. Eine Story wächst und entwickelt sich. Emotionale Sprache macht es möglich, die eigene Begeisterung nach außen zu transportieren und verschiedenste Inhalte zu kommunizieren. Sei es für private Informationen oder eine geschäftliche Botschaft. „Buchstabenzaubern“ Sie mit mir und schlagen Sie eine neue Seite auf !