Ich sehne mich nach…

Sehnsucht – ein Wort, das so vieles bedeuten, so vieles meinen kann. Ist es denn eine Sucht, die uns beschäftigt oder nur die Suche nach einem Gefühl? Der Rückzug zu sich selbst gibt Antwort…

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Während der Wochen vor dem Weihnachtsfest bleibt kaum Zeit zur Ruhe zu kommen. Termine und dringende Aufgaben sollen erledigt und Treffen mit Freunden, Kollegen und Verwandten vereinbart werden. To-Do-Listen für On- und Offline Meetings versprechen Übersicht. Zielführend soll das sein, möglichst klar strukturiert. Aber für wen ? Für mein Gegenüber oder wirklich für mich selbst ?

Merken wir überhaupt, dass das Selbst zu kurz kommt ? Hören wir wirklich noch, was die eigene Stimme tief im Inneren sagt? Es lohnt sich hinzuhören. Meist ist es nur ein zartes Flüstern, das sich bemerkbar macht. Wieder und wieder versucht es Kontakt aufzunehmen. Es schickt kleine Botschaften in den Körper, der diese in Reaktionen verwandelt. Müdigkeit, Erschöpfung aber auch Wut und Zorn. Das Gefühl dauernd zu arbeiten und doch nichts zu schaffen. Das Hamsterrad taucht vor den Augen auf, in dem wir uns strampelnd und keuchend bis zur Erschöpfung bewegen.

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Und da taucht sie auf: die Sehnsucht. Plötzlich sehen wir Bilder von Meer und Strand, von Bergen und Seen und phantastischen Sonnenauf- oder -untergängen. Seufzend lehnen wir uns mit dem Schreibtischstuhl zurück, schließen die Augen und träumen uns an unsere Lieblingsorte. Wir erinnern uns an wundervolles Olivenöl, das triefend auf frische Weissbrotscheiben tropfte und an den Schluck Wein, der aus der steinernen Karaffe so herrlich schmeckte. Oder an den Duft der frisch gemähten Wiese, die auf dem Weg der letzten Bergtour des Sommers überquert wurde. Wir suchen uns Momente, in denen wir Glück empfunden haben. Wo nur der Augenblick zählte.

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Ich sehne mich nach….

darf in diesem Moment genau der Satz sein, der uns hilft, eine kleine Auszeit zu nehmen. Eine Pause, die nur für uns allein bestimmt ist. Eine Unterbrechung, die uns blitzschnell Erholung schenkt, Glückshormone freisetzt und neue Kraft schenkt. Sehn-sucht als Ausdruck, neu und aus einem anderen Blickwinkel auf die Dinge zu sehen, die uns umgeben. Auf die positiven Dinge im Leben. Mit dem Fokus auf jene Augenblicke, auf die wir liebevoll zurückblicken und die sich jederzeit wieder neu manifestieren können. Wenn wir es zulassen.

 

Ich wünsche Euch eine wunderbar sehnsuchtsvolle (Vor-Weihnachts)-Zeit und neue Lust, sehnsuchtsvolle Momente zu entdecken.

Sonja Lehmann

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