Kursinhalte

Kursablauf

Teil I Planung, Struktur, Stoffsammlung

• Kennenlernen und Ziele

  • Kein strikter Ablauf, eher eine Führungsleine. Wichtig: Kein Selbsterfahrungs- und Heilseminar.
  • Stattdessen: Man hinterlässt etwas, für Familie, Freunde, Nachwelt. Aber auch für sich selbst, man schärft dabei die Konturen der Persönlichkeit, legt Dinge frei, die so vielleicht nie frei geworden wären.
  • Memoiren sind zunächst äußerliche Beschreibungen von Lebensgeschichten mit Episoden. Eine Biografie ist Lebensgeschichte in ganzheitlicher Fülle:
    • Historische Rahmenbedingungen: Nachkriegszeit, das ausgehende Jahrhundert, das neue Jahrtausend, politische wirtschaftliche Entwicklungen, etc.
    • Faktische Eckpunkte des Lebens: Kindheit, Schule, Beruf, Heirat etc. die eigene mentale, psychische Entwicklung, sie ist subjektiv, überwindet die Distanz zwischen erlebtem und der Gegenwart.
    • Identitätsfindung – Ordnung der Vergangenheit, Vergewisserung der Gegenwart, Planung der Zukunft

• Die richtige Planung

  • Welche Facette(n) sind wichtig?
  • Geht es darum „alles“ zu erzählen?
  • Sind bestimmte Ereignisse hervorzuheben um die sich der „Rest“ des Lebens schließt?
  • Welche Lebensabschnitte waren besonders prägend und sind daher besonders in Erinnerung?
  • Auch weniger spannende Ereignisse, an die man sich erinnert sind wichtig fürs Ganze.
  • Notizen machen, wenn solche Erinnerungen im Alltag auftauchen, schriftlich, Diktiergerät
    • Intensive und persönliche Betrachtung von Fotoalben der Familie. Wer ist das alles? Freunde, Mitschüler, Nachbarn, Arbeitskollegen etc. Warum wurde das Foto gemacht? Was habe ich damals in diesem Moment gedacht und gefühlt? Wie stand wer zu wem?
    • Verhältnis zu verstorbenen, wer taucht noch heute in Träumen auf?
    • Inspirierende Orte, wie Elternhaus, Schule, Kirche, Wald und Wiese, Straßen, Plätze.
    • Sound und Musik, alte Platten, Cassetten, Tonbänder lassen Erinnerungen wach werden, Hits der frühenJahre?
    • Düfte und Geschmack, Essen, Trinken, frisch gebackener Kuchen, auch Produkte, Autos, Illustrierte, Fernsehsendungen, Werbespots können mit Erinnerungen verbunden werden.
    • Alte Freunde und Schulgefährten in Facebook, Xing usw. suchen.
  • Von unschätzbarem Wert: Das Tagebuch.

• Die Stoffsammlung

  • Verblasstes wird aufgefrischt, vergessenes ausgegraben.
  • Zwischen Erlebtem und dem Entschluss „Schreiben zu wollen“ liegen oft Jahrzehnte
  • Verklärung? Selbstreflexion ist wichtig, Gespräche mit Zeitgenossen.

• Welche Art der Biografie ist die richtige?

  • Roman, Chronik, Bildband?

• Welches Erzählmuster passt am besten?

Wir nähern uns dem Beginn des Schreibens. Nachdem wir als nächste Schritte Gliederung, Personen, Dramaturgie und den Stil definieren werden, wird es ernst.

Teil II Dramaturgie, Stil, Form

  • Die Gliederung
  • Individuelle Definition der Haupt- und Nebenpersonen
  • Besprechung von Dramaturgie und Charakteren
  • Stil und Form

Teil III Einleitung, Dialog

  • Die Einleitung
  • Selbständiges Schreiben einer Einleitung
  • Besprechung der Einleitung
  • Der Dialog

Teil IV extern: Hauptteil, Überarbeitung, Veröffentlichung

  • Der Hauptteil
  • Selbständiges Schreiben mindestens eines Kapitels
  • Besprechung des Kapitels
  • Die Überarbeitung
  • Das Exposée
  • Die Veröffentlichung:
    • Druck, PDF-Format
    • Wer soll es lesen: Familie, Freunde, Öffentlichkeit

 

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